Am 12. Juni war es dann soweit – Raphi und ein paar ihrer Kolleginnen aus Moskau sind am Moskovskij Woksal (=Hauptbahnhof in St. Petersburg) angekommen. Wir haben uns gleich mal auf den Weg zu meiner Wohnung gemacht, haben gequatscht und sind anschliessend noch in die Stadt gefahren. An die Abfolge des Aufenthaltes kann ich mich gar nicht mehr so genau erinnern. Auf jeden Fall gehőrten unsere Besuche im “Café People” zu den tollsten Erlebnissen.
Das Café People ist ein total geműtliches Kaffeehaus in der Innenstadt, in dem es auch eine englische Speisekarte gibt, die Kellner im Vergleich zu anderen Restaurants wirklich nett sind und vor allem bekommt man dort ganz tolles Essen und sehr guten Wein. Meine ersten positiven Erfahrungen mit dem CAFÉ-PEOPLE-TIRAMISU hab ich vor ein paar Wochen nach dem Fortgehen um 4 h frűh gemacht. Das Dessert wird in einem Cocktailglas serviert, ist wahnsinnig schőn dekoriert und vor allem schmeckt es himmlisch!!! Weil Raphi und ich uns ja eine ganze Menge zu erzählen hatten, kam es dann so dass wir fast jeden Tag im Café waren, Wein getrunken und Tiramisu gegessen haben. Am liebsten hätten wir den ganzen Vorrat geplűndert, das wär uns aber dann doch zu teuer gekommen.
Trotz langen Kaffeehaus-Sitzungen hatten wir aber auch noch Zeit fűr Sightseeing. Während der nächsten 2 Tage sind wir durch die Stadt gebummelt, haben eine Bootsfahrt gemacht und einfach ein paar geműtliche Stunden verbracht. Leider mussten Raphi und ihre Freundinnen als sie den Katharinenpalast besichtigen wollten 3 Stunden vorm Eingang warten weil so viele Leute dort waren. Also, ich als Ungeduldsmensch hätte wahrscheinlich schon längst aufgegeben! Respekt fűr euer Durchhaltevermőgen!!!
Fontäne auf der Newa
Ein bisschen crazy muss man sein *g*
Am Ende taten uns die Füße weh
Tja – und da war das verlängerte Wochenende auch schon fast vorbei – Raphi musste am Samstag wieder zurueck nach Moskau. Allerdings sollte ein Wiedersehen nicht lange auf sich warten lassen …
2) 3-TAGES-TRIP NACH MOSKAU
Wie ich bereits erwähnt habe, sollte ich Raphi schon bald wieder sehen…
Warum?
Im Bűro wurde mir mitgeteilt dass es Probleme mit meiner Registrierung gibt (man muss ja seinen Aufenthalt in Russland innerhalb von 3 Tagen anmelden) und ich deshalb nach Moskau fahren muss, um das persőnlich zu machen. Naja – so ging eigentlich alles ziemlich schnell. Mein Kollege hat mir ein Zugticket besorgt, ich hab Raphi angerufen dass ich sie besuchen komme, hab meine Sachen gepackt und bin 2 Tage später, am 15. Juni um 13:00 h, in den Zug gestiegen um meine 8-h-Reise nach Moskau anzutreten.
Da war ich erstmal total űberrascht, denn der Zug war auβerordentlich komfortabel und ich bekam sogar einen Liegewagen. Ich hab’s mir also geműtlich gemacht und bin nach ca. 2 Stunden Fahrt eingeschlafen. Irgendwann hat mich dann die Schaffnerin aufgeweckt und hat gemeint ich sei im falschen Abteil – und sie hatte recht – ich hab einer Familie den Platz weggeschnappt *g*. Die Zahlen auf dem Ticket konnte man nicht sonderlich gut lesen – also hab ich die Nr. 20 mit der Nr. 28 verwechselt. Naja – bin ich halt umgezogen und hab weitergeschlafen.
Nach der Ankunft in Moskau um 21:55 h hat Raphi mich vom Bahnhof abgeholt und wir sind erstmal was essen gegangen. Im Restaurant “Il Patio” gabs Pizza und Nudeln und anschliessend sind wir totműde ins Bett gefallen.
Fűr Montag hatte ich mit den Kollegen vom Felbermayr-Bűro in Moskau abgemacht, dass ich am vormittag vorbeikomme und wir das mit der Registrierung regeln. Ich war also um 09:30 h dort, wurde den Mitarbeitern vorgestellt, hab ein Gespräch mit der Geschaeftsfűhrerin gefűhrt und anschliessend 4 Stunden gewartet. Im Endeffekt lief es darauf hinaus, dass ich am nächsten Tag nochmal kommen sollte. Ich ging also ohne Registrierung wieder und hab mich mit Raphi am Красная площадь (= Red Square = Roter Platz) verabredet. Ich war total beeindruckt von den alten roten Gebäuden und natűrlich vom Kreml, dem Historischen Museum, der Basilius-Kathedrale und dem teuren Kaufhaus GUM.
Beim Eingang zum Roten Platz
Vor dem Lenin-Mausoleum am Roten Platz
Ich vor der Basilius-Kathedrale
Und nochmal Raphi und Ich
Die Kremlmauer
Der Kreml
Das Kaufhaus "GUM" - leider kann sich ein Normalsterblicher die Sachen da drin nicht leisten :(
Als nächstes stand ein Spaziergang zur Christi-Erlőser-Kathedrale auf dem Programm. Von der Brűcke aus hat man einen tollen Blick auf den Roten Platz und das umliegende Gebiet. Bei der Kathedrale angekommen hab ich fleissig Fotos geknipst und mich einfach nur gefreut, dass ich die Mőglichkeit bekam, auch mal nach Moskau zu reisen. Im nahegelegenen “Il Patio-Restaurant” haben wir’s uns dann richtig gut gehen lassen – wir haben gut gegessen, Wein getrunken und zum Abschluss noch ein Dessert bestellt. Raphi entschied sich fűr – ja was wohl – TIRAMISU *g* und ich freute mich wie ein kleines Kind űber Apfelkuchen mit Vanilleeis.
Auf der Brücke an der Moskwa - Auf dem Weg zur Christi-Erlöser-Kathedrale
Christi-Erlöser-Kathedrale
Wie man sieht war ich begeistert ;)
*grrrrrrrrrr* - Löwe vor der Kathedrale
Im Il Patio - Raphi mit ihrem Tiramisu - und der Wein durfte natürlich auch nicht fehlen
*jippiih* - Ein traditioneller Apfelkuchen mit Eis
Am Abend fuhren wir mit der Metro zum Deutsch-Russischen Haus, um das Fuβbalmatch Deutschland-Österreich anzuschauen. Dort traf ich auch auf einen weiteren Studienkollegen aus Krems, Sebastian Saulich, der ebenfalls sein Praktikum in Moskau macht. Im ganzen Gebäude wimmelte es nur so von deutschen Fans während wir Österreicher schwer in der Unterzahl waren. Vielleicht lags daran dass wir das Spiel verloren haben ;-)
Naja – wir haben auf jeden Fall unser bestes getan und fleiβig mitgefiebert – mit Österreich-Fahne im Gesicht, Gratis-Bier und Chips. Weil die letzte Metro in Moskau um 1:00 h frűh fährt mussten wir uns richtig beeilen um sie noch zu erwischen, was wir gottseidank geschafft haben.
Wie in Österreich - Fußball auf Großleinwand
Sebastian und Raphi beim Mitfiebern
Wir hatten echt viel Spaß dort - und mittlerweile werd ich schon Fußballfan
2 Bekannte von Raphi - Unterstützung für die Österreicher
Bier gehört zum Fußball-Schauen dazu - aber das brauch ich euch ja nicht erzählen *g*
Am Dienstag vormittag haben wir ausgeschlafen und am Nachmittag ging’s erst in einen Park mit ganz vielen Monumenten. Jedes der Gebäude im Park hat eine bestimmte Bedeutung und das ganze Gelände ist wirklich schőn.
Eingang zum Park
Und wieder mal Fontänen im Hintergrund
Lenin-Statuen gibts auch an jeder Ecke
Leider weiß ich nicht wie das heißt - ist auf jeden Fall ein goldener Brunnen *g*
Flugzeuge und Raketen ...
Und die kleine Kerstin vor dem großen Brunnen
Als nächstes fuhren wir zur Universität – sie ist eines der insgesamt 7 Gebäude im Zuckerbäckerstil und einfach nur gigantisch gross! Der nächste Stop war Старыи абат (Stari abbat) – die wohl bekannteste Kűnstlerstrasse der Stadt auf der man ein Porträt von sich malen lassen kann, Musiker ihre Stűcke vorfűhren und es alles mőgliche zu kaufen gibt. Im “Hard Rock-Café” gab’s eine Kaffeepause und dann noch einen kleinen Shoppingausflug zu Esprit. Übrigens haben wir die Kellnerin im Café gefragt ob wir bitte einen Lőffel zum Kaffee haben kőnnten, aber sie meinte nur: “UNFORTUNATELY NOT” und ging wieder. *häääää* ???? Besitzen die sowas aussergewőhnliches nicht?
Ach ja: und das Treffen im Bűro wegen der Registrierung wurde auch wieder nix – ich wurde auf den nächsten Tag vertrőstet.
Die Universität
Auf der Künstlerstraße
Sogar am Boden gibts Malereien
Und ganz viel Kunstzeugs gibts zu kaufen
Da rűckte der Abreisetag auch schon näher – Mittwoch um 16:30 h. Da Raphi am Mittwoch arbeiten musste, wollte ich den Vormittag nutzen um mir das Больжои Театр (Bolschoi Teatr = Grosses Theater) anschauen. Dazu kam’s aber leider nicht weil ich trotz Metroplan vollkommen orientierungslos fast 1,5 Stunden mit der U-Bahn herumgefahren bin und weder die richtige Station noch den richtigen Ausgang gefunden hab. Ich hab das Moskauer Metro-System einfach nicht gecheckt. Ich fűhlte mich wie in einem Labyrinth und war echt schon fast am verzweifeln als ich mich dazu entschied einfach mal irgendwo auszusteigen. Und siehe da: ich stand plőtzlich wieder an der Station an der ich eingestiegen war und schaffte es in ein kleines Café an der Station “Sukharevskaya” bei der sich auch das Felbermayr-Bűro befindet. Endlich klappte alles mit der Registrierung und ich konnte die Heimfahrt antreten.
Hier zum Vergleich:
Die erste Zeichnung ist der Metro-Plan von St. Petersburg - es gibt nur 4 Linien und alles ist übersichtlich.
Und das hier ist der Metro-Plan von Moskau - 12 oder so Linien - kein Wunder dass man sich da verfährt!
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen